Bericht der WN über die Gemeindeversammlung 2022

Erstellt am 23.05.2022

Die WN berichtete in ihrer Ausgabe am 23.05.2022 über die Gemeindeversammlung in der Großen Kirche

"„Zoom“-Konferenzen im virtuellen Raum, 60 digitale Andachten von 2 Minuten bis zirka einer halben Stunde, mehr als 40 kleine Impulse mit Bild und Text, zwei digitale Adventskalender - die Evangelische Kirchengemeinde Burgsteinfurt war in der Pandemiezeit sehr aktiv.
Die Andachten im Netz wurden durchschnittlich von 120 Teilnehmern wahrgenommen, die Begegnungen auf Entfernung haben funktioniert. Diese ermutigende Bilanz konnte am Sonntag auf der Gemeindeversammlung 2022, endlich wieder in Präsenz in der Großen Kirche, vorgelegt werden.
Trotzdem ersetzen digitale Angebote nicht den gewohnten Gottesdienst in der Kirche. Es ist eben eine „andere Art“ der Verkündigung. „Wir haben in dieser Zeit viel Kreativität entwickelt“, so Pfarrer Guido Meyer-Wirsching.

Als Versammlungsleiter fungierte Pfarrer Manfred Rauer. Meyer-Wirsching thematisierte, dass die Evangelische Kirche vor großen Herausforderungen stehe, weil der theologische Nachwuchs fehlt. „In 10 Jahren werden voraussichtlich auf 10000 Gemeindeglieder noch zwei Pfarrstellen kommen“, prognostizierte er. Die Hoffnung ruht in Zukunft auf „interprofessionellen Teams“.
Zurzeit ist die Gemeinde mit Prädikanten, Pfarrern im Ruhestand und weiteren seelsorgerischen Unterstützern noch gut aufgestellt. Allen, die sich einbringen, dankte Meyer-Wirsching ausdrücklich: „Wir haben viele tolle Ehrenamtler in unserer Gemeinde.“
Vor einem Jahr gründete sich ein Kulturausschuss. Dr. Peter Gramberg berichtete.
Erstes Projekt war die erfolgreiche Ausstellung „Spurensuche“, die Spuren jüdischen Lebens im Münsterland fokussierte.

Das Kindertheater Pina Luftikus, engagiert vom Kulturausschuss der Gemeinde, kam im letzten Jahr sehr gut an und soll in diesem Jahr mit dem Stück „Die Bienenkönigin“ wieder Jung und Alt in die Kirche locken.
„Unser Ausschuss Öffentlichkeitsarbeit ist noch im Gründungsprozess“, sagte Ulrike
Bocker.
Vom Friedhof an der Ochtruper Straße gab es nicht nur Positives zu vermelden. Die Brandstiftung in der Kapelle (wir berichteten) wird als Angriff auf die Gemeinde interpretiert und entsprechend verfolgt. Auch die Lagerhalle wurde durch Brandstiftung ein Raub der Flammen. Man denkt bereits über Sicherungsmaßnahmen nach, damit der Friedhof nicht weiter ein Opfer von Vandalismus werden kann.
Freudiger berichtete der Jugendausschuss, dessen Arbeit sich bei jungen Menschen großer Beliebtheit erfreut. Unter anderem ist der Ausschuss In der Jugendleitercard-Ausbildung (JuLeiCa) sehr aktiv.
Dass Schutzkonzept zur Prävention sexualisierter Gewalt in der Gemeinde ist auf seinem Weg. „Nach den Sommerferien ist das Presbyterium mit der Erstellung voraussichtlich durch“, so Meyer-Wirsching. Es soll nicht nur sexualisierte, sondern jeglicher Gewalt in der
Kirchengemeinde vorgebeugt werden. Der Gemeindebeirat aktualisiert zurzeit die Ehrenamtsdatei, stellt eine Checkliste zur Anleitung neuer Ehrenamtlicher auf und befasst sich mit Weiterbildungsangeboten.
Was geschieht auf Dauer mit den beiden Kirchengebäuden? Das ist eine Frage,
die auf den Nägeln brennt. Meyer-Wirsching äußerte sich noch nicht detailliert, dazu wird eine eigene Infoveranstaltung anberaumt."

 

WN/R.Nix/hb